JAMNICA

Wie ich hierher kam? Teil 1 und Teil 2 lesen…

Ein Blick auf die Karte verrät, ab jetzt heißt es noch einige Kilometer hinter sich zu bringen. Mein Ziel für den heutigen Nachmittag lautete: Jamnica; nahe der österreichischen Grenze. Liest sich einfach, ist aber unfassbar schwer zu finden. Einen wirklichen Tipp, wie man es am besten anstellt, kann ich euch hier auch nicht wirklich geben, letztendlich haben mich ein Mix aus den Daten des Navis, der zigfachen Befragung von Google Maps und dem viermaligen (!!!) Verfahren zu dem gut gehüteten bzw. versteckten Trailpark Jamnica geführt.  Was mich hier allerdings erwartet hat, ist Kleinod und Trailporn in Reinkultur.

 

In the middle of nowhere befindet sich auf einer Anhöhe ein kleiner Bauernhof, gesäumt von Apfelbäumen und ca. 10 Parkplätzen. Ich muss lachen, zu 4 Autos mit Münchner Kennzeichen, gesellt sich jetzt ein 5tes. Danach gebietet es der „Fairness“, dass man kurz zum Bauernhof geht und dort bei der alten Dame 1€ abdrückt; ob der für die Trailbenutzung oder die Parkgebühr ist, weiß man nicht so genau – aber das warum und wofür ist auch völlig nebensächlich. Im Gegenzug erhalte ich übrigens einen DIN A4 Ausdruck mit einer Trailmap. Übersichtlich, verständlich und zu 90% auch richtig eingezeichnet. Perfekt. Es gibt blaue, rote, schwarze und Uphill-Trails – richtig gelesen, Uphill-Trails (jaja, zwei davon sind Forststraßen). Eins vorweg, fahrbar und ohne große Schwierigkeiten zu meistern sind alle Trails, doch wer sich hier auf schwarze Trails stürzt, hat die Sache mit dem Spaß-am-biken meiner Meinung nach nicht ganz verstanden. Der größte Unterschied der schwarzen Trails zu den blauen und roten Trails ist die pure Steilheit der selbigen. Rot und blau ziehen sich in zig Schwüngen und Kurven talwärts, schwarz ist eine schnurgerade Linie nach unten – wieso sollte ich also 30 min. Uphills in Kauf nehmen, um dann statt 20 min. Waldboden surfen, einfach in 2 min. wieder nach unten glühen? Hier geht es endlich wirklich mal um Flow (schönen Gruss an den Gardasee), um Trail-Riding, eben um Mountainbiken; da macht sogar das leidige Bergauf-fahren Spaß. Ja, ihr habt richtig gelesen. Nach dem Squamish Artikel vor 2 Jahren, ist dies bereits das zweite Mal, dass ich das sage bzw. schreibe.

Jetzt aber kommt das Beste: es ist einfach niemand zu sehen, zu hören oder auch nur zu erahnen. Ich bin konstant allein, wo die Insassen der 4 Münchner Autos sind, ist mir rätselhaft – andererseits ein Zeichen, wie genial das alles hier vernetzt, angelegt und mit Liebe im Nirgendwo organisiert wurde. Nach 3 Stunden falle ich fast vom Rad, das war es für mich mit biken, mit Jamnica, mit Slowenien und mit meinem Oster-Roadtrip. Unfassbar, wie gut, dieses Finale war. Wem sich jetzt die Frage stellt, wieso es keine Bilder von Jamnica gibt oder ähnliches, dem sei gesagt: ich musste einfach fahren, fahren und nochmals fahren – daher ist des Rätsels Lösung: ich hatte einfach keine Zeit.

 

 

Mein Tipp: Suchen und einfach selber fahren – unvergesslich!

War nicht das letzte Mal, dass ich hier unterwegs war.

#rideyousoon

R.

 

Ein Gedanke zu “JAMNICA

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