WHISTLER MOUNTAIN BIKEPARK (TEIL 1)

Der Whistler Mountain Bikepark, der heilige Gral für jeden Gravitybiker, der Bike-Tourismusmagnet schlechthin, das Mekka der Downhill- und Freeride-Szene, der Grund für viele geopferte Sparschweine, der once-in-a-bikers-life-Traum, der Park aller Parks, der Lieferant von zahlreichen süchtigmachenden Youtube-Videoclips und so weiter und so fort.

Ohne Zweifel, auch ich bin dem Mythos „Whistler Bikepark“ verfallen – bin ihn in vielen Träumen bereits durchfahren und habe schließlich im letzten Jahr Träumen Taten folgen lassen, in dem ich nicht zuletzt wegen der Moutainbike-Option nach Kanada reiste. Seit diesem Zeitpunkt war und ist es um mich geschehen, heimische Strecken und Parks machen zwar auch Spaß, dennoch können sie einem im direkten Vergleich nur mit Mühe und Not ein müdes Lächeln abgewinnen. Auch in diesem Jahr – tja, wer süchtig ist, kümmert sich um Befriedigung – stellt sich mir vor Ort die Frage, wieso ich überhaupt zuhause noch Park fahren gehe und nicht mit dem Einsparen aller europäischen Lifttickets beginnen sollte, um eine Reise zum MTB-Mekka in 2017 erneut sicherstellen zu können.

Was macht den Whistler Mountain Bikepark aus? Sicherlich nicht seine den Geldbeutel ausquetschenden Liftpreise, ebenso wenig die allwochenendlich einfallenden Touristenhorden und erst recht nicht der Faktor, dass man stets der Schlechteste am Berg ist, denn selbst der 12 jährige kanadischen Local lässt einen hier nicht nur alt sein, sondern auch so aussehen.

Die schier unfassbare Vielzahl der Strecken, die nahezu konstant perfekten Bedingungen der einzelnen Trails, sowie das Konzept jeder einzelnen Strecken und der damit verbundene mehr als abwechslungsreiche Fahrspaß, sowie die tägliche Progression des eigenen Fahrkönnens auf diesem Abfahrtsnetz, ist es, was den Zauber ausmacht und was einen wünschen lässt, man habe keine Ohren, könnte man so doch um den ganzen Kopf herum grinsen.

Deshalb ist es auch kein Wunder, dass man sich tagtäglich fühlt wie auf einem Meet&Greet der MTB-Szenegrößen, mal sitzt man neben Ryan Howard im Lift, mal steht neben einem Brett Tippie am Wasserspender, überholt wird man von Racern wie Danny Hart und Remy Metailler, unter dem Sessellift fliegen Brandon Semenuk und Logan Peat durch die Luft und dieses Namedropping könnte ich noch einige Zeilen weiterführen. Schon beeindruckend – auch wenn die Jungs – im Vergleich zum eigenen Fahrkönnen – scheinbar  einen anderen Sport betreiben, bleibt das Fazit: One parks fits all – die Pros haben ebenso Spaß hier, wie wir Hobbypiloten, die Kiddies oder gar die Leihbike-Touristen. Hut ab vor der Joyride Park Building Crew, da sind „wir“ in Europa Lichtjahre davon entfernt.

Aber zurück zum Thema des Tages, bzw. des ganzen Aufenthalts: Grinsen. Der Fakt, dass in diesem Jahr nahezu alles anders zu sein scheint, als im vorangegangenen, treibt meine Mundwinkel in ungeahnte Höhen. Hier noch eine kleine persönliche Liste, die den Whistler Mountain Bikepark für mich zu einem noch besseren Erlebnis als schon 2015 machten:

  1. Mein Bike ist dank der sensationellen Betreuung durch das Radstudio München, in einem mehr als perfekten Zustand. Wenn man keine Materialsorgen hat, fährt es sich um so vieles besser – vielen Dank dafür.
  2. Das Wetter ist das extreme Gegenteil zum Vorjahr; die trockenen und sonnigen Tage sind in diesem Jahr deutlich in der Überzahl.
  3. Wo im letzten Jahr bei strömendem Regen Menschenmassen am Lift standen, sind wir in diesem Jahr nahezu meist alleine am Lift (Wochenenden zählen nicht!).
  4. Konnte ich im letzten Jahr ebenfalls aufgrund des Wetters und meines Hinterraddefekts nur wenig fahren, ist in diesem Jahr an 97% der Strecken ein Haken dran.
  5. Ist und bleibt die Trailpflege hier im Park das absolute Maß aller Dinge; selbst einen Tag vor Saisonende (!!!!) wurde noch überall ausgebessert, planiert und erweitert. Wahnsinn.
  6. Ein riesiges Danke gilt es an alle Ausrüster & Unterstützer auszusprechen, denn jetzt weiß ich, die Merino-Bambusmischungen der Pally’Hi Longsleeves sind meine neuen Lieblingsbike“trikots“ und absolut ballertauglich, die unfassbaren Norrona falketind Jacken ermöglichen das Fahren auch an Regentagen und den Rest erledigt wie jedes Jahr die ION Bikewear Kollektion.
  7. Last but not least ist die Tatsache #ridewithfriends einfach unbezahlbar. Motivation pur, ein Buddycheck hier und da, sowie die gemeinsam ausdiskutierte Linienwahl und die darauffolgenden High-Fives sind das Essentiellste an diesem Sport.

 

You can’t buy happiness, but you can ride a bike – that’s pretty close. 
R.

 

 

Alle Streckenbeschreibungen findet ihr (bald) im zweiten Teil meines Berichtes!  

 

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