RUHETAG

Für die aktuellen Verhältnisse habe ich heute mit dem ersten Augenaufschlag um 6:37 Uhr quasi ausgeschlafen. Obendrein blinzelt schon wieder die Sonne und ein kleiner Fleck blauer Himmel durch die Jalousie. D.h. bestes Wetter an meinem Ruhetag.

Naja, oder wie ich in diesem Fall eben so einen Ruhetag definiere, genau genommen müsste er nämlich korrekterweise Kein-Bikepark-Tag heißen, aber das klingt komisch.

Nach dem Frühstück ab ins Auto und zu einem der Daily-Parking-Slots ins Village gebraust. Denn die Gondel bleibt dennoch auch heute wieder mein Ziel. Diesmal muss ich aber noch ein zusätzliches Mal umsteigen, um auf den Top-of-the-world-Summit zu gelangen. Von dort beginnt mein Ruhetags-Programm: Hiken.

Ich habe mir den längsten Weg, den die (gratis) Wanderkarte von Whistler zu bieten hat ausgeguckt, den High Note Trail, in der Hoffnung die schwarze Markierung und seine Länge würde weitere Touristen, oder zumindest die asiatischen Horden von einem ähnlichen Vorhaben abhalten. Schlimm genug, dass dieser am Ende in den Harmony Lake Loop mündet – Wegmarkierung blau, Länge 800m.

Generell war mein Gedankengang auch richtig und die Touristen wurden schnell weniger; wer aber konnte ahnen, dass ausgerechnet heute, auf den letzten (meinen wiederum ersten) Kilometern dieses Trails ein Ultra-Berglauf-Event stattfinden würde. Nun gut, in den Schnee in die Sonne gesetzt, ein paar Läufern „good job“ zugejubelt und eben gewartet, bis der Spuk* vorbei war.
(*wenn man die Gestalten äh Läufer und deren körperlichen Zustand sah, ist Spuk wirklich das einzig richtige Wort)

Dann begann er endlich, mein Ruhetag. Herrliche Loop-Tour (dahoam host des Rundwandarung) mit großartiger Aussicht auf den Cheakamus Lake und den Overlord Glacier (was ein Name!). Übrigens – bitte festhalten – wurde im T-Shirt gewandert; mehr möchte ich dann nicht mehr zum Thema Wetter sagen. Des Weiteren konnte ich meine Wildlife Liste um folgendes Getier erhöhen:
6x Rebhuhn (glaube ich zumindest)
3x Murmeltier; aber die von der fetten Sorte
1x blauer Vogel genauer, ein Diademhäher (nein, ich bin kein Ornithologe – google made me do that)
1x Streifenhörnchen
4x Schwarzbär; unfassbar aber wahr: 2 aus der Gondel und 2 wieder abseits des Weges, diesmal trennten uns im Gegensatz zu gestern allerdings ca. 50-60m. Was evtl. nicht schlecht war, denn einer der Bären kratzte seinen Rücken an einem kleineren Baum (Dimension Otto-normal-Christbaum), dann schien er allerdings mit dem Ergebnis nicht zufrieden und drosch den Stamm kurz und klein. Wie gesagt, aus der Ferne herrlich amüsant.

Nach ca. 11km und 4,5 Std. war dann Schluss mit Ruhetag und ich kam wieder am Entertainment-Zentrum (also der Bergstation) presented by Nintendo (kein Witz) an. Von diesem Gipfelplateau könnte sich in punkto Menschenaufkommen der Marienplatz in München noch eine Scheibe abschneiden. Gut, dass ich davon weit weg war. Ach und nein danke, ich möchte hier und jetzt keine „Elch-Massage“, auch wenn diese heute im Sonderangebot ist, und ebenfalls nein danke, denn auch an dem Kauf eines Kühlschrankmagneten in Mountie-Form bin ich nicht interessiert. Kopfschüttelnd ab in die Gondel, schnell weg hier.

„Ruhe dich zu finden, wird mir langsam viel zu laut“
R

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