STAND UP PADDELN

Jaja, lacht nur und nennt das Kind beim Namen, Stand Up Paddeln ist Nordic Walking auf dem Wasser. Bis vor wenigen Monaten hätte ich nicht nur jedem zu dieser Aussage gratuliert, ich hätte mich direkt angeschlossen und gefragt, wo ich unterschreiben könnte.

Dann kam, was kommen musste, ich stieg aus Neugier und Interesse auf ein Leihbrett – bereit dafür, diesen „Sport“ milde lächelnd als Quatsch ab zu tun – und stach mit ein paar Paddelzügen in See.

Keine fünf Minuten später war es um mich geschehen. Mir wurde augenscheinlich bewusst, DAS ist der (tatsächlich) neue heiße Scheiß auf den ich scheinbar innerlich schon lange gewartet habe. Ich muss ab jetzt, so oft es die Zeit zulässt, auf ein SUP-Board steigen und im besten Fall so viele bayrische Seen und Flüsse bepaddeln wie es nur geht.

Plötzlich kann ich den Hype um diese „Sportart“ und das große Publikumsinteresse, sowie die steigenden Absatzzahlen der Hersteller zu 100% nachvollziehen und verstehen. Zwar hat mich das Ganze weniger aus sportlichen Gründen angefixt, aber die Tätigkeit an sich mit der jeweils unterschiedlichen Umgebung ist einfach goldwert.

Versteht mich nicht falsch, eine SUP-Tour ersetzt auf jeden Fall den feierabendlichen Gym-Besuch – ich würde trotz aller Rumpfstabilisierung, Mobilitätsverbesserung und mglm. Kraftzuwachs im Oberkörper – niemals die sportliche Komponente als „musst du probieren“-Grund aufführen. Die Tatsache aber, dass man sich mit ca. 10 Paddelzügen in der absoluten Ruhe eines bayrischen Sees mit traumhafter Alpenkulisse befindet und im Falle einer Afterwork-Runde auch noch den Sonnenuntergang in mehr als 4K – nämlich live – erleben darf, als unbedingte Empfehlung aussprechen.

Schrieb ich letzten Herbst noch die Zeilen „Ruhe dich zu finden, wird mir langsam viel zu laut“ unter einen Artikel, kann ich heute sagen, wer Ruhe braucht, nach einem guten oder schlechten Tag im Büro, zuhause oder sonst wo, abschalten möchte oder gar dem Trend der „digitalen Auszeit“ fröhnt, der ist bei einer Runde Stand Up Paddling auf dem Gewässer seiner Wahl bestens aufgehoben. Ich verspreche euch sogar, wer mit finsterer Miene und Laune in der Tiefgarage lospaddelt, kommt mit einem Lächeln und weniger verkrampfter Kiefermuskulatur zurück. Nehmt mich beim Wort!

Da wird das Wo fast zur Nebensache, solange man einfach mal loslegt. Laut Google haben wir hier in Bayern um die 300 Seen (hier sind ein paar der Größeren aufgelistet) und daher sollte es für niemanden ein Problem darstellen, ein einigermaßen naheliegendes Wasserloch zu finden.

Meine persönlichen Hot-Spots sind:

  • eine Inselumrundung im Schliersee
  • Sundowner-Runde am Westufer des Starnberger See
  • Roseninsel Besuch (Starnberger See)
  • Sundowner-Runde am Tegernsee
  • Ufer zu Ufer-Überquerung am Ammersee
  • Paddeln, Sonnenuntergang und Absacker am Chiemsee

Generell gilt, solange es nicht verboten ist und man sich an Landschaftsschutzgebiete und/oder Vogelnist-Zonen hält, kann und sollte jeder einfach am See seiner Wahl drauflospaddeln und seine eigene Lieblingsrunde herausfinden.

Was aber braucht man für eine SUP-Tour und was muss mit? 

  • dass ihr ein Board, samt Paddel braucht liegt wahrscheinlich auf der Hand oder? Zunächst würde ich zu „leihen bevor kaufen“ tendieren. Immerhin kostet so ein SUP eine ganze Stange Geld, da ist es fast schon egal, ob man ein Hardboard oder ein inflatable (aufblasbares) Brett kauft, plus minus 1.000 Euro ist man für alles in allem los. (Die Vor- und/oder Nachteilsdiskussion möchte ich hier erst gar nicht beginnen – TechTalk ist, war und wird nicht mein Ding werden)
  • Wie eben erwähnt: ein Paddel ist natürlich Pflicht; gibt es aber bei jeder Leihstation immer im Bundle mit dazu.
  • Badebekleidung
  • es empfiehlt sich auch über ein UV-abweisendes T-Shirt (gibt’s z.B. von Quiksilver) nachzudenken, denn man ist – je nach Tourlänge und Wetterverhältnissen – doch meist der prallen Sonne, sowie der Reflexion der Wasseroberfläche ausgesetzt.
  • jede Menge Kleinzeug variierend nach geplanter Tour sollte auch mit:
    • Sonnencreme
    • Getränk
    • Energieriegel- oder Gel
    • Handtuch
    • Fotoapparat
    • Gefrierbeutel mit Zip-Lock (Handy, Autoschlüssel, Zahlungsmittel etc.)
    • Kopfbedeckung
  • ein Drybag für den Transport all dieser Dinge.

Ich sehe jetzt schon das eine oder andere Gesicht, dass mit Fragezeichen in den Augen auf meine Kleinzeug-Liste starrt, keine Angst, die Erklärung der mglw. kryptischen Dinge folgt auf dem Fuß. Nur drehen wir dabei die Liste etwas um und fangen mit dem Drybag an. Diese wasserdichten Packsäcke sind meist extrem leicht und vor allem extrem praktisch – gerade natürlich im Bezug auf alle Wassersportarten gesehen. Gilt es hier doch häufig die Frage zu klären, wie bekomme ich all meine Accessoires und benötigten Gegenstände einigermaßen trocken von A nach B. Ein Drybag, der obendrein auch noch an der Wasseroberfläche schwimmt, ist die Lösung.

Hier kann und möchte ich euch – aus Münchner Sicht – zum Kauf von regionalen Produkten raten. Diesmal weniger Bauernhof, sondern viel mehr Surf-Label aus der Weltstadt mit Herz. Das junge Label WavePatrol befasst sich in erster Linie mit thematisch passenden Kleidungsstücken zu den beiden Münchner Fluß-Surfspots; aber es gibt nicht nur Stylisches, sondern auch Praktisches im Angebot. Der hauseigene Drybag besticht durch seine Größe, dem geringen Gewicht und vor allem dem praktischen Schultertragesystem, dass einem erlaubt den Bag wie einen Rucksack zu transportieren. Dieses Feature fehlt übrigens bei nahezu allen anderen Anbietern!

In den Drybag stopft man alle anderen o.g. Utensilien, verpackt elektronische Gegenstände wie Handy, Autoschlüssel etc. in praktische Gefrierbeutel und wickelt um die Kamera eine Plastiktüte. Dann das Wichtigste: um den WavePatrol Drybag ordnungsgemäß und vor allem zu einer hohen Prozentzahl wasserdicht zu verschließen, gilt es ihn mindestens dreimal einzurollen/zu falten und dann mit dem Klicksystem zu verschließen.

Wieso extra Plastiktüten, wenn Drybags doch als wasserdicht gelten?
Irgendwie schafft es die gefühlte Menge eines Schnapsglases immer ins Innere eines jeden Drybags; von niemanden zu erklären, auch nicht weiter schlimm – trifft dieser Schluck Wasser allerdings auf Elektronik oder Wertgegenstände wirds ärgerlich (und teuer), daher safety first!

Voila; Wassersport wir kommen. Bitte kein Aufschrei, mir ist bewusst, dass SUPn jetzt nicht mit surfen vergleichbar ist, keine Frage – aber aus Sicht des Drybag(kauf)s ist dass nun wirklich herzlich egal. Qualität kennt keine Klischees.

Immer noch nicht überzeugt, dann lasst einfach mal die Bilder mit samt deren Stimmungen auf euch wirken, gebt dem Ganzen eine Chance und geniesst den Ausflug in die Natur.

 

Los jetzt; ab zum Nordic-Walking-auf-dem-Wasser mit euch.

#domorewhatmakesyouhappy
R

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