DEVILS BRIDGE

Puuuh, das klingt ja mal heftig… Ist es auch, aber nur aufgrund der Aussicht und des – für uns Europäer aussergewöhnlichen – begehbaren Felsbogens.

Aber nun mal langsam und der Reihe nach. Zunächst sei gesagt, es ist wieder einmal #Wandertag und es folgt ein #Tourentipp aus dem Hause Perückenjunge. Damit ihr mit der Tour etwas anfangen könnt, solltet ihr euch in mitten der herrlichen Red Rocks in und um Sedona (Arizona, USA) befinden.

Sedona ist einer der zahlreichen Outdoor-Mekka-Hotspots in den USA, hier könnt ihr von gemütlichen Wanderungen, über unfassbar griffige MTB-Trails bis hin zu haarsträubenden Klettertouren alles unternehmen. Ich lege euch diesmal eine relativ einfache Wanderung ans Herz, die wirklich für nahezu jeden zu gehen ist.

Selbiges ist übrigens leider auch ein wenig der Haken an der gesamten Tour, aufgrund ihres spektakulären Finales und den vergleichsweise geringen Anforderungen ähnelt die Wegstrecke in der Hochsaison oftmals einer Ameisenstraße. Daher gibt es vorab schon einen Tipp: entweder früh oder dann erst wieder spät los starten!

Ansonsten lesen sich Teile der Fakten und Informationen zum Trail schon fast altbekannt:
festes Schuhwerk benötigt
Wasser und Müsliriegel/Obst sind obligatorisch
ca. 5 Meilen 
kein Rundweg; Hin- und Rückweg sind gleich
Schwindelfrei und Trittsicherheit von Vorteil
– US Hike-Level: moderate (dies trifft aber nur auf die letzten Meter zu)
– Trailhead und Parkplatz befindet sich an der Dry Creek Road (152)

Vom oben genannten Parkplatz geht der Trail hinter dem großen „wo-bin-ich“-Schild nach rechts auf einem kleinen Trampelpfad los. Wir folgen diesem und schlängeln uns nahezu ebenerdig entlang der Redrock-Ausläufer des Capitol Butte.

Leider ist schon nach kurzer Zeit Schluß mit dem kleinen Weg und man muss wiederum nach rechts auf eine breite Sandstraße abzweigen. !!! Achtung, diese „Straße“ ist für 4×4 Fahrzeuge freigegeben (d.h. wer will – und fahrzeugtechnisch kann – fährt bis zum echten Devils Bridge Parkplatz)!!! Wir folgen der Straße in der entgegengesetzten Richtung aus der wir kamen und laufen einige Meilen bis zu besagten 4×4 Parkplatz, der sich auf der rechten Straßenseite befindet.

Hier bekommt man nochmals eine Trailmap präsentiert und kann sich einen Überblick verschaffen. Ab dann wird der Weg wieder etwas schmäler, loses Geröll, einige kleine Treppenstufen, Mini-Kakteen und Agaven stellen sich einem in den Weg; dennoch nichts, was einem Probleme bereiten könnte.

Irgendwann gewinnt der Weg dann an Neigungswinkel und der Aufstieg beginnt merklich. Die Stein- und Wurzelpassagen werden mehr, ruppiger und die Treppenstufen gröber. Ungeübte werden hier zum ersten Mal aus der Puste kommen und versuchen über den Weiterweg zu verhandeln; mein Tipp: Zähne zusammen beißen und noch 15 min. durchhalten. 

Jetzt gilt es wirklich auf den Weg und die Markierung zu achten, denn den scharfen Rechtsknick nach dem Felsdach – keine Angst, man läuft nur darunter durch – übersieht man schnell. Generell kein Problem, da der Weg geradeaus nach ca. 50 m endet, dennoch muss man ja keine Energie verschwenden. Ab dem besagten Rechtsknick werden die Stufen dann wild, zahlreich und ich lasse mit mir reden und bezeichne den Trail ab hier auch als „moderate“. Bzw. gebe ich zu, das letzte Stück ist wirklich fies – auch wenn es letzten Endes nichts anderes ist, als eine riesige Treppe (am Abgrund) empor zu steigen.

Sobald man dies aber gemeistert hat, heißt es noch einige nicht erwähnenswerte Meter quer am Hang entlang zu gehen und dann Augen nach links: Voila; Devils Bridge. 

Und da Devils Bridge einer der wenigen begehbaren Arches (Felsbögen) ist, auch hier der Tipp, unbedingt drüberlaufen, Ausblick geniessen und Erinnerungsfoto von sich schießen lassen. Wer etwas ängstlicher ist oder sich Sorgen wegen seiner Schwindelfreiheit macht, sucht euch eine haltende Hand und macht euch vor allem eins bewusst, das begehbare Stück des Arches ist an der schmalsten Stelle so breit, wie jeder Durschnittsbürgersteig in Deutschland – und von denen fallt ihr ja zumeist auch nicht runter, oder? (Aber ich weiß, wer Angst hat, soll es einfach lassen – all good)

Irgendwann hat dann doch jeder genug von der Aussicht über die Bridge, die Wälder und die umliegenden Red Rocks und der Abstieg führt einen auf dem selben Weg zurück auf dem man bereits aufgestiegen sind; lediglich auf dem 4×4 Parkplatz kann man entscheiden, ob man noch den Chuckwagon-Trail (siehe Trailmap) als Rückwegsalternative zum Parkplatz addieren möchte.

Aber bitte unbedingt Wasservorräte checken und hier keine Experimente machen!

 

Ich habe auf dieser Tour übrigens meine nagelneuen Outdoor Light Merino Mid Cut Socken von CEP getestet und ich muss sagen, ich bin begeistert. Nicht nur das dank „medi compression“ Technologie die Knöchel und Füße besser stabilisiert und durchblutet werden, es werden obendrein Druckstellen und Blasen von Grund auf  vermieden. Wer jetzt wieder denkt, puuuh aber Merino… dem sei gesagt, das dünne Webgemisch aus Hightech-Faser und Merinowolle hat nicht nur den Anti-Geruchsvorteil, sondern schafft auch die perfekt regulierte Thermobalance im Wanderschuh . Ab jetzt gehören bei  einer Wandertour CEP Socken für mich zur Grundausrüstung, da dank all dieser Features der Ermüdung der Füße entgegen gewirkt wird.

Ich wünsche allen Nachwanderern viel Vergnügen und seid immer „one step ahed of the devil“
R

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