HIGHWAY NUMBER ONE

Jeder hat von dieser Straße gehört, jeder will sie fahren und jeder will – wenn er sie bereits gefahren ist – diese Fahrt unbedingt wiederholen. Genau aus diesem Grund ist der Highway Nr. 1 wohl einer der beliebtesten Straßen der Welt und darf in keinem Roadtrip-Führer, Straßenatlas oder persönlicher Bucketlist fehlen.

Der Highway Nr. 1 führt offiziell von Dana Point nach Garberville, allerdings meinen die meisten Leute, die von der Calfiornia State Route 1 oder eben dem Highway Nr. 1 sprechen die Straße entlang des Pazifikküstenabschnittes zwischen Los Angeles und San Francisco (und/oder umgekehrt).

Ich bin der Traumstraße von Nord nach Süd gefolgt und habe mich von Pacifica (einem „Vorort“ von San Francisco) zur Stadt der Engel treiben lassen. Ich habe es gemütlich angehen lassen und bin die Strecke verteilt auf 2 Tage gefahren, unterschiedlicher kann sich die Bildwelt einer Küste nicht präsentieren:

 

Falls euch jetzt Bilder der malerischen Strände von Carmel oder der gesamten Half Moon Bay abgehen, muss ich euch leider sagen: das Wetter tat mir – mal wieder – keinen Gefallen und daher fielen die meisten Strände leider optisch buchstäblich ins Wasser, dennoch möchte ich euch einige meiner persönlichen must-stops auf dieser Tour ans Herz legen.

 

17-Mile Drive
Wie der Name schon verrät, handelt es sich hier um eine 17 Meilen lange Straße in der Nähe von Monterey, die einen durch herrliche Zypressenwälder, einem riesigem Golfplatzareal und einer „Gated Community“ nicht ganz armer Bewohner fahren lässt. Garniert wird das Ganze mit satten 21 Highlights, Sehenswürdigkeiten und/oder Viewpoints. Diese „Bonusrunde“ ist mttlw. ein eigener State Park, der mit (Mai 2016) 10$ Nutzungsgebühr zu Buche schlägt.

 

Bixby Bridge

DER Brückenklassiker in Big Sur schlechthin; da lohnt es sich schon mal kurz anzuhalten und diese 218m Stahlbeton-Bogenbrücke von allen Seiten aus abzulichten. Die mttlw. steil abfallende Küste tut für den grandiosen Ausblick ihr Übriges.

 

Santa Cruz

Das kleine, für seinen Surfspot am Leuchturm (heute ein Surf-Museum) berühmte Örtchen Santa Cruz, sollte man immer für einen kurzen Zwischenstopp auf seiner Liste haben. Ob man entspannt im Trockenen den Surfern zusehen, sich selbst ins Meer stürzen oder mglw. auch nur auf dem Ganzjahres-Rummelplatz auf dem Pier flanieren will, soll jeder selbst entscheiden. Ein Muss allerdings ist der kleine Abstecher zur „Pelikaninsel“ – näher kommt man an den scheuen Vogel zumeist nicht heran. Wie praktisch, dass sich für Gehfaule genau davor ein „2o min. for free“-Parkplatz befindet; ansonsten erreicht man den Insel-Ausblick mit einem ca. 30 min. Fußmarsch ab dem Surfmuseum.

 

McWay Falls

Inmitten des Julia Pfeiffer Burns State Parks befindet sich der McWay Fall, ein fasst 25m hoher bzw. tiefer Wasserfall, der wie angelegt wirkt und aus einem Granitfels direkt auf den Strand hinabfällt. Ein außergewöhnliches Naturschauspiel dank der perfekten Kombination aus Lage, Farbgebung und Verlassenheit des Strandes.

Der Wasserfall ist übrigens bis vor wenigen Jahren noch direkt ins Meer gestürzt, ein gewaltiger Bergabbruch/Erdrutsch aber füllte das Becken unter ihm mit Gestein und jeder Menge Sand – die Geburtsstunde des McWay Beach’s.

Nicht auszudenken, wie das Ganze wohl bei Sonnenschein aussehen mag…

Es lohnt sich ein paar Minuten zu verweilen und das Meer hinter den vorgelagerten Klippen zu beobachten, denn hier ziehen gerne Wale vorbei und ihre Wasserfontänen und auftauchenden Schwanzflossen – sofern man schneller an der Kamera ist als ich – ergeben ein tolles Foto oder einfach nur ein unvergessliches Bild im Kopf ab.

 

Seal Elephant Beach

Die erste Robbe (Seelöwe etc.) in freier Wildbahn feiert man wie verrückt – ich zumindest. Meine erste „Wildlife“-Version des California Seal habe ich vor 2 Jahren in Santa Cruz bestaunen dürfen; seitdem suche ich im Küstenbereich jeden Fels fieberhaft nach weiteren Exemplaren ab. Entlang des ganzen Highway Nr. 1 wird man hier zahlreich fündig. Dann aber kommt man an den Seal Elephant Beach und traut seinen Augen (samt Nase und Ohren nicht) – hier liegen Hunderte, wenn nicht sogar Tausende dieser Tiere am Strand. Warum es ausgerechnet dieses Fleckchen Erde sein soll? Ich weiß es leider nicht. Aber die schier unüberblickbare Anzahl – wie leider auch der Geruch und der ohrenbetäubende Lärm – sind schon eine Wucht und man muss sich letzten Endes  wirklich davon losreißen, bzw. sich zwingen, nicht doch 200 Bilder mehr zu machen.

Wer nicht bis zur nächsten Reise warten will, oder eine empfindliche Nase (bzw. Magen) hat und dennoch kucken möchte, hier entlang.

 

 

Auch meine Wildlife-Liste konnte ich neben Seelefanten und Robben um einiges erweitern:

Last but not Least solltet ihr unbedingt auf der Strecke einen Stop für ein Essen einlegen, denn früher oder später kommt der Hunger; warum also nicht das beste Seafood weit und breit geniessen? Hierfür lohnt ein Stop in Cambria in der Sea Chest Oyster Bar.

 

Auch wenn diesmal das Wetter bestenfalls als „medium“ zu beurteilen ist, bleibe ich dabei: California Love.
R

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