SMELL WELL

Wer aktiv zwischen Sport und lediglich Bewegung unterscheiden kann, dem dürfte auch klar sein, beim Sport schwitzt man nun mal. Der eine mehr, der andere weniger. Soweit so gut, klar bei niemandem ist das geruchstechnisch ein Genuss, bei manchen ist es gelinde gesagt sogar grausam, aber nichts, was eine Dusche nach dem Sport nicht in den Griff kriegen würde. (Nein, nicht duschen oder schlicht das Deo zücken ist KEINE Option!)

Klitschnasse T-Shirts, verschwitzte Funktionsklamotten, Socken, benutzte Handtücher etc. fliegen entweder direkt nach der jeweiligen Aktivität in die Waschmaschine oder zumindest nach dem Trockenvorgang in den Wäschesack. So lautet zumindest die Theorie; und hoffentlich bei 99% der Fälle auch die Praxis.

Was aber hilft bei schwerem Gerät? Gemeint sind hier Sportgeräte unterschiedlichster couleur wie z.B. Skischuhe, Rucksäcke, Handschuhe, Bergstiefel, Inline-Skates und die unangefochten schlimmsten Stinker der ganzen Welt: Kletterschuhe!

All das passt zumeist nicht in die  Waschmaschine und ein wirklich gesamtheitlich funktionierendes Gegenmittel ist bis dato auch noch nicht gefunden worden. Diverse Sprays, Pülverchen und gar exotische Hausmittelchen wurden von mir im Lauf der Jahre bereits getestet. Wer selbst klettert oder jemanden zuhause hat, der dem Steilwandsport frönt, kennt zu 100% diesen beißenden Geruch den benutzte Kletterschuhe verströmen und einem sugerieren lassen, dass während der letzten Bouldersession anscheinend eine 7-köpfige Opossum-Familie in seinen Schuhe verendet sein muss. Wer den Geruch nicht kennt -seid froh – es ist wirklich grausam und eine der schlimmsten Miefs aller Zeiten.

Was habe ich mit meinen Kletterschuhen nicht schon alles angestellt… In Seifenlauge eingelegt, sie in Plastiktüten eingefroren, „Zaubermittelchen“ aus Übersee bestellt, nichts hat wirklich geholfen – deshalb wurden sie auch sehr schnell von der Wohnung in die Garage verbannt. Endlich konnte man zuhause wieder Gäste empfangen…

Als ich jetzt über das neue Wundermittel aus Schweden namens SMELL WELL stolperte, war schnell klar – muss ich probieren; und schon wanderte die Weiterentwicklung der Duftsäckchen in meinen Einkaufswagen . Bei einem Preis von unter 10€ ist das auch durchwegs im Rahmen des Möglichen.

Kaum geliefert, stopfte ich die beiden kleinen Säckchen nach dem Auspacken, direkt in meine Laufschuhe, quasi ein erster Test am verschwitzten Objekt. Und siehe da, ein bis zwei Stunden später roch mein Schuh auch mehr nach dem frischen Duft der Smell Well Säckchen, als nach typischem Laufschuh. (fairnesshalber sei hier aber auch gesagt, dass meine Laufschuhe geruchstechnisch nie ein großes Problem darstellten.)

Nachdem der erste Test durchwegs gut geklappt hat – was ich übrigens aufgrund der ausbleibenden Chemie und der ökologischen Verträglichkeit der beiden Kisschen stark bezweifelt hatte – ist es Zeit für den Endgegner: meine Kletterschuhe.

Bei hartnäckigen Gerüchen, solle man hier ruhig eine längere Einlegezeit ansetzen, so lautet zumindest schon vorab der Tipp des Herstellers. Was in Zahlen übrigens bedeutet, ca. 2-3 Tage. So soll es sein!

Und tatsächlich, meine Kletterschuhe haben nach bereits 2 Tagen einen „relativ“ neutralen Duft angenommen, was bedeutet, ich muss sie jetzt nicht mehr in Quarantäne lagern. Feierlich dürfen meine Kletterschuhe von nun an wieder bei mir in der Wohnung bleiben.

Aber wie ist das Ganze ohne Chemie möglich? Ein Auszug aus der offiziellen Produktbeschreibung bringt es wohl am Besten auf den Punkt:

Die Wirkungsweise von SmellWell beruht auf einem physikalischen, natürlichen Prozess. Dieser bindet Feuchtigkeit und neutralisiert das pH-Gleichgewicht – ein ungünstiges Milieu für Bakterien. Nach wenigen Tagen reduzieren sich diese und dadurch auch die unangenehmen Gerüche, die maßgeblich von der Anzahl der Bakterien beeinflusst werden. Im Gegensatz zu anderen Produkten auf dem Markt basiert das Produkt weder auf Chemie noch führt es dem Equipment Feuchtigkeit zu.

Und das Beste daran ist, es funktioniert wirklich. Gut – Hand aufs Herz – meine Kletterschuhe sind noch immer nicht auf dem Duft-Level „Raumspray“ angekommen, sollen sie aber ja auch gar nicht, denn die Hauptsache ist, dass man sie wieder ohne Nasenklammer, geschweigedenn naserümpfend von A nach B transportieren und eben auch lagern kann.

Übrigens, die kleinen Kissen erledigen für ca. 3-4 Monate ihre Dienst, danach braucht es Ersatz.

…and at the end, all SMELL WELL.
R

 

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