Vancouver

Nach einer zwar reibungslosen aber dennoch strapaziösen Reise, bin ich nun in Vancouver angekommen. Mit dem Betreten von kanadischem Boden präsentierte sich übrigens das Land, sowohl die Stadt Vancouver als Vorzeige-Klischeemärchen par excellence und ich komme aus dem Grinsen nicht mehr heraus:

– am Flughafen habe ich mehr Menschen mit Eishockeyschlägern in Händen und Taschen gesehen, als der Sport Scheck bei uns damit Jahresumsatz macht,
– in jedem bis dato besuchten Supermarkt (immerhin schon 3) wurde die Redewendung „Lachs soweit das Auge reicht“ nochmals übertroffen,
– der in der Rezeption wachende Hotel/Motel/Hostel-Besitzer hat einen riesigen Vollbart, Karohemd und eine Pranke – nein, das ist wahrlich keine Hand mehr – flächenmässig so groß wie mein Rücken,
– eine Gruppe Punks, männlich und weiblich in so etwas wie Schuluniformen im Sex Pistols Style gehüllt, die Katzen an Halsbändern ausführen und dabei aus voller Kehle „Oh Canada“ singen,
– eine leichte aber allgegenwärtige Dope-Wolke, die über der Stadt hängt,
– nicht nur deshalb, kann ich aber nach einem 1-stündigen Stadtspaziergang die prophezeite Ähnlichkeit zu San Francisco bestätigen,
– leider ist auch die Anzahl der Obdachlose immens hoch und in diesem Ausmass gerade für uns Münchner nahezu unfassbar,
– kaum blickt man dann aber kurz aufs Meer hinaus, landet direkt vor einem ein Wasserflugzeug, aus dem dann Jäger 2 gewaltige Hirsche (glaub ich zumindest; uns trennten ca. 150m) ausluden…

Ich für meinen Teil weiß nicht, wann ich schon jemals in so kurzer Zeit so viele „Mythen“ bestätigt bekommen habe!

Ach und was wirklich überrascht, ist die McDonalds-Dichte in Downtown. In Amerika ist der Schachtelwirt fast nicht mehr zentrumsnah zu finden, in Deutschland scheint der Kampf mit den Absatzzahlen nahezu verloren, in Vancouver hingegen befindet sich ALLE 50m eine Filiale des Wirtshauses zum goldenen M. Und ja, Tatsache, ich hab zwischen 3 „Restaurants“ die Schritte mit gezählt!

Da ich stehend k.o. bin, verzichte ich jetzt auf das Raekwon & Ghostface Killah Konzert, dass anscheinend heute Abend genau gegenüber meiner Herberge stattfinden soll. Stinkt mir zwar etwas, aber egal, ich will morgen aufs Bike.

Semenuks Trails in Squamish stehen auf der to-do-Liste; zum warmfahren und so…

Apropos warm, hier ist schon eiserner Herbst…ungewohnt bei beißendem Wind und Regen mit Softshell-Jacke und Mütze vor die Tür gehen zu müssen bzw. zu wollen.

In diesem Sinne; Tigerstyle

R

2 Gedanken zu “Vancouver

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